„Wer Wissen teilt, vermehrt es.“

 


     


Bericht zum Symposium der Energieeffizienz-Netzwerke: 
Themen-Impulse für Energieeffizienz-Netzwerk-Teams und Energiemanager in der Industrie
22. Mai 2019, 14.00 h bis 16.30 h anlässlich der Berliner Energietage

Viele Jahre Netzwerkerfahrung: die meisten rentablen Energieeffizienz-Optionen sind realisiert oder warten im Re-Investitionszyklus. Das Symposium - sehr schnell ausgebucht - sprach die neuen Inhalte für die zukünftige Arbeit in den Treffen der Netzwerke an. Neben dem traditionellen Ziel, die Energiekosten zu senken, kamen die neuen Ziele

die Abwärmen in jeder Form zu nutzen, den Strom- und Wärmebedarf zeitlich flexibel zu gestalten

und die thermische Solarenergie sowie Wärmepumpen in geeigneten Industrieprozessen zu nutzen.

 

  • Claire Range, Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF), betonte zur Begrüßung der Teilnehmer die erneute Pflicht zum Audit für Nicht-KMU in 2019/2020 und die Chancen, die die Energieeffizienz-Netzwerke zur schnellen Umsetzung der gefundenen Maßnahmen bieten.
  • Die Finanzierung von Energieeffizienz-Investitionen und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft durch zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse steht mit dem Darlehensprogramm 295 auf neuen und übersichtlichen Füßen und ist genauso organisiert, sie das vergleichbare Investitionszuschuss-Programm der BAFA, worüber Frau Dr. Zambre-Rehbein, BMWi, in der Konferenz morgens berichtet hatte.
  • Die inner- und außerbetriebliche Abwärmenutzung wurde von Prof. Braun als weiterhin sehr großes Potential zur Energiekostensenkung betont (in der Diskussion: Hinweis auf den Entwurf des Abwärmenutzungsgebotes) seitens des Umweltbundesamtes in den 1990er Jahren). Der Vortrag ging auch auf die Flexibilisierung des innerbetrieblichen Strom- und Wärmebedarfs ein, was eher durch Speichersysteme bei der Energie- versorgung des Betriebes als durch Variation der Prozesse oft erfolgen müsse.
  • Der Einsatz von Wärmepumpen und die Solarthermie zur Wärmeversorgung von Industrieprozessen war das nächste Thema für die inhaltliche Erweiterung der Themen der Netzwerke. Hierzu wurde ein Leitfaden erwähnt, der mit wenigen Daten die Eignung der solarthermischen Nutzung ermöglicht. 
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  • Drei Jahrzehnte für die Transformation der Industrie wurde am Beispiel einiger Prozesse als enger Zeitrahmen mit erheblichen Innovationen in der Grundstoff-Industrie erläutert (Vortrag 4). Davon werden auch die anderen Industriezweige betroffen sein, wenn es um Quoten für den CO2-Gehalt von Produkten oder zu einer intensiveren Recycling- und Materialeffizienz-Politik kommt. Es ist auch eine Chance für die Exporte der deutschen Investitionsgüterindustrie. Ein Werte- und Politikwandel wird dazu erforderlich sein.

Das Programm des Symposiums im Rückblick: Link