„Wer Wissen teilt, vermehrt es.“

Netzwerke für KMU

Bis 2012 wurden Energieeffizienz-Netzwerke nur für größere Unternehmen mit Jahresenergiekosten von meist mehr als 500.000 € gegründet.  Ab 2012 gibt es erste Energieeffizienz-Netzwerke für kleinere Unternehmen mit Jahresenergiekosten zwischen etwa 30.000 € und 500.000 €. Meist sind diese an den LEEN Standard angelehnt (z.B. die Mari:e-Netzwerke – „Mach's richtig: Energieeffizient“; Im Rahmen der Initiative 500 Netzwerke entstehen auch erste Netzwerke mit geringeren Anforderungen, die sich zum Teil an dem Mindeststandard der Initiative orientieren, z.B. die REGINEE-Netzwerke des VEA. Eine Reihe von IHKs starten seit Anfang 2015 im Rahmen der Mittelstandsinitiative des DIHK ebenfalls die Gründung von Energieeffizienz-Netzwerken, die sich meist an KMU wenden.

Ähnlich wie bei den großen Energieeffizienz-Netzwerken ist das Konzept regional, steht der Erfahrungsaustausch zwischen 8-15 Unternehmen (minimal 5 lt. Minimalstandard der Initiative 500 Energieeffizienz-Netzwerke) aus unterschiedlichen Branchen im Fokus. Einzelne Elemente und Merkmale der Netzwerke für KMU werden von den Netzwerkträgern unterschiedlich  angeboten:

1. Das Energieaudit bringt dem KMU das Energieeffizienzpotential zur Kenntnis (Identifikation von rentablen Energieeffizienzmaßnahmen = Maßnahmenliste); es wird häufig optional angeboten, ist aber bei hohen Standards Pflicht.
2. Die Maßnahmenliste und das daraus entwickelte Ziel zur Energieeffizienzsteigerung und CO2-Minderung (optional) gibt der Geschäftsführung einen Handlungsrahmen und eine mittelfristige Orientierung.
3. Zwei bis drei jährlich stattfindende moderierte Netzwerktreffen (Nachmittags-/Abendveranstaltungen) zum Erfahrungsaustausch sind zentrales Element
4. Eine Begleitung durch einen energietechnischen Berater während der Umsetzungsphase unterstützt die meist überlastete Geschäftsführung (optional).
5. Das jährliche Monitoring (optional) zeigt der Geschäftsführung die jährlichen Fortschritte auf und macht Investitionsvorschläge für die kommenden Jahre (Erinnerungs-Beratung).
6. Regelmäßige Informationen und Fortbildungshinweise durch den Moderator zu Best Practice-Lösungen via Internet und postalischem Newsletter halten die teilnehmenden KMU gut informiert über neue technische und organisatorische Möglichkeiten oder Fördermöglichkeiten von Bund und Land.

Die KMU-Netzwerke mit gehobenem Standard (wie z.B. die Marie-Netzwerke mit Energieaudit und jährlichem Monitoring) erfüllen die Anforderungen nach dem "alternativen System" gemäß Anlage 2 der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung - SpaEfV vom 31. Juli 2013). Dies ist ein einfacher und lebendiger Weg, ins betriebliche Energiemanagement für KMU einzusteigen.