„Wer Wissen teilt, vermehrt es.“

Kommunale Netzwerke

Zwei Drittel des Energiebedarfs im öffentlichen Sektor entstehen in den rund 12.000 Gemeinden und Landkreisen. Diese bieten daher hohe Einsparpotentiale, so dass die Bundesregierung zum 1. Januar 2015 ein Förderprogramm für regionale Energieeffizienz-Netzwerke für Gebietskörperschaften startete (über die BAFA).

Unterstützt werden Aufbau und Betrieb von etwa 20 kommunalen Energieeffizienz-Netzwerken. Die Förderhöhen sind sehr attraktiv:

  • in der Gewinnungsphase bis zu 100 % der förderfähigen Sachausgaben, max. jedoch 3.000  € pro Netzwerk:,
  • in der Netzwerkphase bis zu 50 % der förderfähigen Personal- und Sachausgaben, max. jedoch 10.000  € jährlich pro Netzwerkteilnehmer
  • im ersten Jahr der Netzwerkphase bis zu 70 % für den energietechnischen Berater, max. 20.000  € pro Netzwerkteilnehmer

Die Förderdauer beträgt in der Gewinnungsphase 9 Monate pro Netzwerk und in der Netzwerkphase drei Jahre pro Netzwerk.

Ein Konzept zur Generierung und Durchführung von kommunalen Energieeffizienz-Netzwerken liegt bei IREES vor, das aus den Unternehmens-Netzwerken heraus entwickelt wurde.

Bald 15 kommunale Energieeffizienz-Netzwerke operativ – und es werden mehr

Das Förderprogramm der kommunalen Energieeffizienz-Netzwerke, das im Januar 2015 beim BAFA startete, ist nach gut einem Jahr sehr lebendig unterwegs (Stand März 2016):

  • 40 Netzwerke aus praktisch allen Regionen Deutschlands befinden sich in der Gewinnungsphase der Förderrung, weitere 10 Bewerber sind hierzu in der Antragsphase.
  • 10 kommunale Energieeffizienz-Netzwerke sind bereits gegründet und befinden sich in der geförderten Netzwerk-Phase. Die Zahl der teilnehmenden Kommunen oder Kommunalverbände und Landkreise in einem Netzwerk variiert zwischen 6 und 12. Sechs weitere Netzwerke stehen unmittelbar vor der Gründung mit einem Antrag auf Bewilligung.

Damit wären bald drei Viertel der zunächst für die Förderung erwarteten 20 kommunalen Energieeffizienz-Netzwerke Realität. Zu wünschen wäre den oft schmalen Gemeindekassen und dem Klima, dass die große Nachfrage zu einer Aufstockung des Förderprogramms auf vielleicht 50 Netzwerke führt. Nach Auskunft des BAFA stehen genug Fördermittel zur Verfügung, und es gibt genug Städte zwischen 200.000 und 20.000 Einwohnern: 650 an der Zahl. Daraus könnten bis zu 70 kommunale Energieeffizienz-Netzwerke entstehen. Dann geht es um die Realisierung der Netzwerk-Ziele.
Die Unternehmens-Energieeffizienz-Netzwerke setzen mit ihrer Verdopplung des energietechnischen Fortschritts einen ersten Benchmark. Viele Kommunen könnten eine verdoppelte Verminderung ihrer Energiekosten durchaus brauchen - und zugleich für ihre Klimaschutz-Ziele punkten – eine erfreuliche Entwicklung.